Bio-Bauer Boyer - Bio-Lebensmittel aus dem Umland von Göttingen

Bio-Gärtnerei, Fischzucht, Naturkostläden

Forellen nach Giuseppe Consoli

(veröffentlicht: 3376 Tage zuvor)

Giuseppe mag keine Forellen. “Mochte ich noch nie. Und ich sag es nicht gern, aber hier wirklich frischen Fisch zu bekommen…., so schwierig…”
Giuseppe kocht nicht pompös, aber, wie aus seiner Heimat gewöhnt, immer mit erlesenen Zutaten.
“Dann habe ich mal die Fische aus dem eigenen Teich probiert, eher widerwillig, es waren halt welche übrig und ich wollte sie nicht wegwerfen.” So kam es, daß Herr Consoli die eigenen Forellen richtig gerne isst und sich auf jeden Forellen-Tag freut. Sowas hat bei ihm meist zur Folge, daß er ganz schnell ein eigenes Rezept entwickelt, und das habe ich ihm jetzt abgeluchst:

Forelle im Backofen

Zutaten

  • 2 frische Boyer-Forellen
  • 1 Zitronen
  • Rosmarin, Petersilie, Thymian
  • Salz, Pfeffer (ich verwende lieber eine Chili-Schote)
  • Olivenöl
  • 4-5 große Knoblauchzehen

Zubereitung
Auf eine Backform reichlich Kräuter, zerdrückte Knoblauchzehen und die dünnen Zitronenschalen streuen und etwas Olivenöl dazugeben.
Die Forellen waschen und abtrocknen, vor allem in der Bauchhöhle.
Mit Kräutern, zerdrückten Knoblauchzehen und Zitronenschale den Fisch von Innen in der Bauchhöhle mit Pfeffer (grob) und Salz würzen. Kräuter am besten hacken, sie werden dadurch noch aromatischer.
Die Forellen auf die Backform legen und überall mit reichlich Olivenöl beträufeln (auch Innen- und Unterseite). Die Backform mit Alu-Folie* einwickeln und bei ca. 180-200°C für 20-30 Minuten (je nach Fischdicke) in den Backofen stecken.
Auf dem Teller angerichet werden die Forellen noch mit Zitronensaft beträufelt.
Dazu passen gedünstete Belana-Kartoffeln und unser spritziger Weißwein “Xarel-Lo“ ganz hervorragend !!!

*Ich persönlich backe die Forellen lieber ohne Folie, da ich eine knusprige Haut bevorzuge, und begieße die Fisch zwischendurch mit dem eigenen Sud; statt Pfeffer verwende ich eine Chili-Schote. Ist aber Geschmacksache.

Giuseppe

Michael Boyer

Senf dazugeben

Nach Abschluß der 3-jährigen Projektevaluationphase, Fertigstellung des 2-bändigen Business-Plans - Change Management embedded - und Implementierung eines klassischen Projektkontrolling kam das mit den Fischen so:

(veröffentlicht: 3395 Tage zuvor)

Mit den Fischen, das kam so: Lese ein Inserat im Göttinger Tageblatt: "Fischteich zu verpachten". Hatte zu diesem Zeitpunkt, also vor 1 Jahr etwa, derart Sehnsucht nach Bewegung und draußen sein, daß ich überall nach einem Häuschen oder einem Stück Gartenland auf dem Land suchte. Also ankucken. Wunderschöne Landschaft, in der der Teich liegt, ein Naturschutzgebiet nördlich von Uslar, sauberstes Wasser. Aufregend die Vorstellung, regelmäßig auf Fischfang gehen zu können, Jagdfieber. Also Zusage. Halt ein nettes Hobby, so hab ich es zuerst gesehen, aber was mach ich mit all den Fischen?
Auf dem Weg nach Hause: kann ich die vielleicht verkaufen? Wollen meine Kunden so was?
Dann nahm ich Mark mit zum Teich. (Mein dunkelhäutiger Kollege kommt aus Ghana.) Mark ist richtiggehend ausgeflippt vor Begeisterung. Das war mir vorher nicht klar, wie direkt Mark die Verbindung erlebt zwischen leben können und Nahrung jagen oder produzieren; wie sehr es prägt, als Kind schon Mittel zum Leben selbst aus der Natur holen zu müssen. Beneidenswert, wie unmittelbar und ungezwungen der Zugang meines afrikanischen Kollegen zum Thema essen und gegessenwerden. (Welches war noch mal das Entwicklungsland, wie ist es um die Verteilung von entwickeltem und unterentwickeltem Bewußtsein bestellt?)
Als ich mit Mark bei den Fischen war, kam für mich das Thema Fleisch essen, wo ich so mit uns Wohlstandsbürgern hadere, wieder in eine Ordnung.
Natürlich geht es am Teichrand bei Uslar nicht ums Jagen zum Überleben; aber man muß diese Begeisterung von Mark mal gesehen haben, um zu wissen: diese Fische, von Mark für uns geholt, das ist etwas Besonderes.Marks Fischteich
Michael Boyer

Was bedeutet das, Fischzucht bei Boyer?

(veröffentlicht: 3401 Tage zuvor)

Wir haben bei Uslar im Naturschutzgebiet einen Forellenteich gepachtet. Die Forellen bieten wir Ihnen jeweils freitags und samstags an, außerhalb der Schulferienzeiten.

Das Wasser hat Trinkwasserqualität. Medikamente und Antibiotika werden nicht eingesetzt. Die Haltung ist extensiv, die Fleischqualität erlesen. Wenn sie den Fisch abholen, ist er nur wenige Stunden alt.
Aus Kostengründen und Gründen der Fleischqualität haben wir uns vorerst für die konventionelle, also nicht-ökologische Haltung entschieden. Es gibt bundesweit nur wenige Bio-Forellenfutterhersteller, und wir sind derzeit nicht sicher, ob wir mit diesem Futter die gleiche Fleischqualität erzeugen können wie mit dem bisherigen konventionellen Futter. Zudem können wir bei dem derzeitigen Produktionsumfang die Kosten für Biokontrolle und –futter nicht hereinwirtschaften.

Michael Boyer

eine frisch gefangene Forelle unser Fischteich ein Bild von einem Fischkopf
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